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Letzte Woche wurden im Stadtrat die Eigentümerziele der LWB ergänzt. Es wurde ein Kernbestand von 36.000 Wohnungen festgeschrieben. Das sind gerade mal 440 Wohnungen mehr als jetzt. Welchen Effekt hat diese Maßnahme auf den Mietmarkt Leipzig?

Kurz und knapp: Keinen. Leider. Die Maßnahme zeugt lediglich von der Mut-, Inspirations- und Visionslosigkeit der Stadt in Bezug auf die Frage: Wie wollen wir in Zukunft in Leipzig leben? Einen Status quo festzuschreiben, ist nur die Kapitulationserklärung vor den Herausforderungen und Problemen, denen sich der Durchschnittsmieter bereits heute stellen muss.

Insbesondere, da es für die LWB um Eigentümerziele ging, stellt sich doch die Frage: Kann es ein Ziel sein, daß alles so bleibt, wie es ist? Mit dieser Festschreibung offenbart sich, daß es der Stadt offenbar an Verständnis für diejenigen mangelt, die aufgrund nicht vorhandener finanzieller Möglichkeiten nicht so können wie sie gern wollten. Zudem ist beim Wohnungsbestand der LWB auch nicht klar, ob sich überhaupt alle Mietobjekte in einem vermietbaren Zustand befinden. Sieht man, auf welchen Gebäuden überall das LWB-Zeichen dranklebt, darf das ruhig bezweifelt werden. Die Festschreibung eines Ist-Zustandes heißt letztlich auch: da kommt so schnell nichts mehr. Die Stadt will sich ausruhen auf dem, was schon vorhanden ist. Sie hält es für genug. Und diese Erkenntnis ist wohl das Erschreckendste daran.

[WELTNEST] Mietmarkt Leipzig: Reicht der Bestand der LWB von 36.000 Wohnungen aus?

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