Den kompletten Beitrag aus dem Weltnest gibt es hier.

Zurück in die Zukunft! In Leipzig hat die Kriminalität wieder den Stand von 1999 erreicht. Vor allem die Einbrüche machen den Leipzigern zu schaffen. Wie lässt sich dieser Trend aufhalten, wenn zwar die Zahl der Einwohner wächst, nicht aber die der Polizeibeamten?

Eine wahrlich gute Frage! Dieser versuche ich auch seit einigen Wochen auf den Grund zu gehen, bin aber noch nicht wirklich weiter. Es ist ja nicht das erste Mal, dass uns das Land im Regen stehen lässt. Ich erinnere mich an die Worte des Oberbürgermeisters im Januar, dass er in einem Dringlichkeitsbrief den Innenminister um mehr Unterstützung für Leipzig gebeten hatte, da aber auf taube Ohren stieß, und ihm die Tatsache, dass nicht noch weiter bei der Polizei gekürzt werde, schon als Zugeständnis verkauft wurde. Im Gegensatz zu dem was viele glauben, bedeutet innere Sicherheit nicht, den Durchschnittsbürger weiter zu überwachen, sondern die Aufklärungsarbeit und vor allem die Prävention effektiver zu gestalten. Das geht eben nicht, wenn es an allen Ecken und Enden an Personal fehlt.
Wir können daher nur hoffen, dass die Gelder, die in Überwachungsdienste gesteckt werden, zumindest zu gleichen Teilen auch in die Aufstockung des Personals investiert werden.

Was kann man nun bis dahin tun? Neben den ganz üblichen Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt sich vielleicht auch mal ein Beratungstermin bei der Polizei, um Anregungen zu erhalten, wie man die eigene Wohnung oder das eigene Haus besser schützen kann. Die Polizei versucht hier schon bei einigen Terminen, die in den letzten Tagen in der Presse standen, die Leipziger weiter aufzuklären.
Auch wird es sicher Zeit, mal zusammen mit anderen Mietern mit dem eigenen Vermieter ein Wörtchen zu reden und so vielleicht für das gesamte Haus einen verbesserten Schutz rauszuhandeln.

Unbedingt dran denken: wenn einem der Computer geklaut wird, sind immer auch gleich alle Daten weg. Dem Dieb nützen sie im Zweifelsfall nicht viel, euch wird der Verlust allerdings schwer schmerzen. Daher: ans Back-up denken und dieses in der Sockenschublade aufbewahren.

Als am effektivsten hat sich allerdings immer noch erwiesen, offene Augen und Ohren zu haben und lieber einmal öfter kleine Merkwürdigkeiten nachzuprüfen, als später festzustellen, dass man eine Straftat hätte verhindern können. Also: wenn man beim nächtlichen Klogang bemerkt, dass im Nachbarhaus im Keller Licht brennt, lieber mal der Polizei Bescheid sagen.

[WELTNEST] Mit der Bevölkerung wächst in Leipzig auch die Kriminalitätsstatistik

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