Der am Montag Abend hier auf dem Blog erschienene persönliche Nachruf auf meinen Freund und Parteikollegen Faxe wurde zu einem Zeitpunkt geschrieben, als noch keinerlei Ermittlungsergebnisse vorlagen. Dementsprechend konnten keine Erkenntnisse berücksichtigt werden, die erst im Verlaufe der letzten 48 Stunden öffentlich wurden.

Dennoch möchte ich den Nachruf, so wie er zuerst verfaßt wurde, hier stehenlassen. Die Gründe dafür sowie alles weitere, was sich seitdem zugetragen hat, werde ich in einigen Tagen, wenn verläßliche und belastbare Fakten vorliegen, hier noch einmal zusammentragen.

Ich bin in Gedanken bei Jan Mirko (in meinem vorherigen Beitrag „Wuschelkopf“ genannt“), Faxe, deren Familien, Freunden und allen, die sie liebhatten.

Presseanfragen in dieser Sache beantworte ich derzeit nicht.

Programming note

6 Gedanken zu „Programming note

  • 22. September 2016 um 12:15
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    Das hier sogenannte „Herz der Partei“ hat im Internet / bei Twitter jahrelang [Bitte halten Sie sich an Fakten und nicht an Mutmaßungen!] gegenüber politischen Gegnern gepostet, offenbar ohne dass es jemanden bei den Piraten gestört hat. Er hat im Abgeordnetenhaus öffentlich seinen Selbstmord angekündigt. Er fiel On- und Offline durch [Bitte halten Sie sich an Fakten und nicht an Mutmaßungen!] auf – und wurde laut Medienberichten [Bitte halten Sie sich an Fakten und nicht an Mutmaßungen!]. All das zeigt, dass hier offenbar jemand [Bitte halten Sie sich an Fakten und nicht an Mutmaßungen!] hatte. Trotzdem hielt man ihn innerhalb der Partei für einen geeigneten Volksvertreter und „Freund“.

    Jetzt hat er einen Parteikollegen ermordet.

    Und dennoch wird er hier von einer Stadträtin (und anderswo) von Piraten weiterhin als „Seele der Partei“ bezeichnet und der offenbar unfreiwillige „erweiterte Selbstmord“ romantisiert.

    Als Bürger kann man über derartige zwischemenschliche Kompasslosigkeit nur noch entsetzt den Kopf schütteln.

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  • 23. September 2016 um 14:50
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    Der besagte Blogeintrag erscheint momentan auf der 4. Seite der Google-Suche „Piraten“&&“Faxe“. Er ist also völlig öffentlich und wird definitiv weiter geklickt werden, von Außenstehenden und eventuell Betroffenen. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen ist er zusätzlich noch eines: an vielen Stellen völlig daneben.
    Die Entwicklungen des Falls waren überraschend; wegen des ursprünglichen Nachrufs kann man Ihnen außer seltsam anmutenden, emotionalen Formulierungen zu Selbstmord wohl keinen Vorwurf machen.
    Dass dieser Eintrag trotz den Entwicklungen so stehen bleibt, ist jedoch so unglaublich bizarr. Keiner macht Ihnen einen Vorwurf, dass das Ihre ersten Gefühle waren. Nach den jetzigen Erkenntnissen wirkt aber so unglaublich viel falsch an diesem immer noch öffentlich zugänglichen Eintrag. Auch die Freunde von Herrn Jan Mirko haben Internet und können Google bedienen. Ob sie das tun oder nicht, ist ihre Entscheidung. Aber wenn sie es tun, werden sie bei Ihrem Blog landen – und ich kann mir nicht vorstellen, was es heißt, diese Formulierungen lesen zu müssen.

    Diese Art der Kommunikation und die fehlende Seriösität waren leider immer Gründe für mich, die Piraten dann nicht immer wieder zu wählen. Dass diese Tragödie geschehen ist, daran ist leider nichts mehr zu ändern. Auch wenn der Großteil der Piraten seriös reagiert hat – Seite 4 in den Google-Ergebnissen, dieser verklärte Blogeintrag einer Stadträtin auf einer Piratenseite, ist schon hart.
    Get your sh*t together, Piraten, ich würd euch echt gern wieder wählen.

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    • 24. September 2016 um 14:27
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      Ich kann da Lizzie nur zustimmen 🙁

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      • 5. Oktober 2016 um 20:58
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        Leute!

        Ihr erweckt hier niemanden mehr von den Toten, indem Ihr den bösen Trotzki-Löwen aus der glorreichen stalinschen Helden-Erinnerung retuschiert!

        Wenn Ihr unsere Tagebücher verbrennt, tötet Ihr damit dann auch die guten Erinnerungen und zu beachtenden menschlichen Impulse inklusive der erlittenen und beklagten Tragiken.

        Dass Faxes krasses finales Falschabbiegen [in einem bei aller Kritik beiweiten nicht so krass falsch abgebogenen Umfeld] einen ganzen Rattenschwanz an zu verstehenden und dann mit vorbeugender Wirkung zu bewältigenden Problembewusstwerdungen erfordert, würde doch wohl jede beteiligte Person bestätigen, inklusive der beiden Toten in ihren ungetrübteren homophilen Lebensphasen.

        Die Wertschätzung des Lebens [und teils der Wahrhaftigkeit] hatten schon viel zu lange Aussetzer!

        Reitet also bitte nicht weiter auf der Die-Teufel-Wir-Heilige-Scheinheiligkeits-Schiene! [falls Euch wirklich das Grundgesetz von 1949 die Parteibibel ist und nicht die schadenfrohe Boulevardschlagzeile der nächstbesten AfD-Hetzer und -Pöbler, die man auch mal durchschauen statt reflexhaft schlucken kann]

        Werdet Euch bitte Eurer gefährlichen unterbewussten Unpersonenerinnerungstötungsimpulse bewusst, bevor im Abgespaltenen solche Hassaffekte gedeihen, denn das ist ja das Fatale, dass sich Mörder bis zum Morden für die reinsten Engel halten.

        Ohne Achtsamkeit werden aus Euren Gedanken Eure Worte, Eure Taten und Euer Schicksal und da capo al fine. Mit Achtsamkeit und vervollständigter Betrachtung könnt Ihr erst filtern, welche von denen Ihr zukünftig edler ausleben wollt.

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  • 25. September 2016 um 02:04
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    Im Gegenteil, ich finde es sehr gut, dass Lily ihren Eintrag eben NICHT löscht. Konsequent transparent. Gegner würden ihr das im Zweifelsfall eh im Nachhinein vorhalten, mit Screenshots oder dergleichen.

    Ein Vorschlag, Lily: wie wäre es, wenn du direkt im besagten Blogeintrag im ersten Absatz oder Header einen prominenten Link zu diesem Eintrag hier, und, wenn du ihn geschrieben hast, auch zum nächsten diesbezüglichen Eintrag einfügst? So dass Interessenten, die den ursprünglichen Eintrag übers Google-Ranking finden, direkt wissen, dass das nicht dein finaler Stand war?

    So wäre der Transparenz genüge getan und Interessierte könnten sich konkret über deine aktuellen Gedanken zu dem Thema informieren.

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  • Pingback: Seasons in the Sun (Ein persönlicher Nachruf) – Ute Elisabeth 'Lily' Gabelmann

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