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„Nightswimming…“

Bild von Zdravko Rajko auf Pixabay

„….deserves a quiet night“ – so heißt es in einem Lied von R.E.M. Wer jedoch in Leipzig nach solchen Möglichkeiten sucht, wird auch künftig leider nur mit der Lupe fündig. Schwimmen gehen an einem lauen Sommerabend mit Freunden nach 22 Uhr? Fehlanzeige. Mit der Familie am Wochenende noch spät eine Baderunde einlegen? Nicht möglich.

Wieder einmal wurde mit dem Kosten-Argument eine innovative Idee, die einer Stadt wie Leipzig gut zu Gesicht gestanden hätte, vom Tisch gewischt. Für vieles ist Geld da, für die etwas kantigen Ideen, die einer Stadt erst Gesicht, Charme und Charisma verleihen und wie unverwechselbar machen, jedoch nicht.

Zu jenen abgeschmetterten Ideen zählt auch unsere Initiative, Hausboot-Wohnen in Leipzig möglich zu machen. Es fällt auf: gerade beim Ideen rund ums Wasser scheint in der Verwaltung eher „still ruht der See“ zu sein statt Innovation zu sprudeln – für die selbsternannte „Wasser-Stadt“ ein absolutes Armutszeugnis. Es mangelt offenbar an Mut und Fantasie, zwei Dinge, die früher ihr Zuhause in Leipzig hatten. Mittlerweile aber regieren nur noch übergroße Vorsicht und Verzagtheit.

(aus dem Amtsblatt 03/2018)

Über

Ute Elisabeth 'Lily' Gabelmann ist Stadtpolitikerin aus Leidenschaft. Sie war Ratsherrin in einer der schönsten Städte Deutschlands, arbeitet mit einem kompetenten Team kreativer Leute zusammen, ist seit 2009 Piratin und war in dieser Eigenschaft auch mal politische Geschäftsführerin der Bundespartei. Sie ist alleinerziehende Mutter eines Zirkuskaters, überzeugte LVB-Nutzerin, bruncht gern im 100Wasser und zieht die Adoption der Ozelot-Familie im Zoo in Erwägung. Sie liebt Blek Le Rats “Madonna mit Kind” an der KarLi und kennt die tollste Autorin sowie die beste Eisdiele der Stadt.

2 Kommentare zu “„Nightswimming…“

  1. Carsten Knobbe

    Wieso? Wer um alles in der Welt verbietet Ihnen bei hochsommerlichen Temperaturen am Abend zu einem See zu fahren und einige Runden zu schwimmen??? Und – falls Sie auch ein „Hardliner“ bzw. bißl abgehärtet sind, ich gehe schon SEIT FEBRUAR diesen Jahres schwimmen. In die öffentlichen Seen, in den kühlen Monaten natürlich nur tagsüber… Also auf zum See und manchmal ist kühles Wasser gut für viele Prozesse im Körper. Auch um Dinge zu reflektieren und neu zu überdenken

    • Sehr geehrter Herr Knobbe,

      es freut mich, daß Sie sich die Zeit genommen haben, fast zwei Jahre alte Beiträge auf meiner Website mit weiterführenden Informationen anzureichern.

      Hierzu kurz noch einige Anmerkungen:
      Erstens verfolgen Sie ja sicher aufmerksam die Arbeit des Stadtrates, so daß Ihnen im Gegensatz zu nicht so versierten Mitlesern klar ist, daß sich Anträge oder Initiativen nicht darum drehen, persönlichen Wünsche oder Interessen der Stadträte umzusetzen, sondern unsere Tätigkeit vielmehr darauf gerichtet ist, Strömungen und Wünsche innerhalb der Leipziger Bevölkerung aufzugreifen und zukunftsorientiert in die Verwaltung zu spiegeln.
      Zweitens ging es ausdrücklich nicht um Seen (wo übrigens das Schwimmen ohne Badeaufsicht für Kinder oder ungeübte Schwimmer durchaus gefährlich ist), sondenn um die Leipziger Schwimmbäder.

      Herzlichen Dank für Ihre konstruktive Mitarbeit!

      Beste Grüße
      Ute Elisabeth Gabelmann

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