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(Über-)Versorgung mit Hotels in Leipzig

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Sachverhalt:
Leipzig hat als touristisch beliebte Stadt eine Vielzahl verschieden großer Hotels in den unterschiedlichsten Ortsteilen und Preissegmenten. Dennoch können zu vielen Veranstaltungszeiten trotz der hohen Anzahl schnell die Zimmer ausgehen. Während sich die Vermietung der eigenen Wohnung einer hohen Nachfrage erfreut, klagen die Hoteliers bereits jetzt über freibleibende Betten und sinkende Erlöse. Trotzdem sind bereits jetzt Hotels mit insgesamt mehr als 2.300 Zimmern im Bau oder der Bauvorbereitung. Gleichzeitig sinkt das Angebot an Wohnraum weiter, sogar die Stadtspitze spricht von Wohnungsmangel. Aktuell ist dennoch die Entstehung dreier weiterer Hotels in der unmittelbaren und bereits jetzt wohnungsarmen Leipziger Innenstadt geplant.

Ich frage an:
1. Wie viele Hotels gibt es derzeit in Leipzig? Wie viele Zimmer bzw. Betten bieten diese? Wie viele Hotels mit wie vielen Zimmern insgesamt werden in Leipzig über das derzeit bereits betriebene Angebot hinaus benötigt?

2. Wird bzw. muss die Anzahl an Hotels zunehmen, sollte die Vermietung von Privat(zweit)wohnungen stärker reglementiert werden? Wird die Nachfrage nach kurzzeitig zu mietenden Wohnungen sinken, wenn mehr Hotelplätze zur Verfügung stehen?

3. Wie wird sich die sowieso schon niedrige Marge pro Zimmer entwickeln, wenn weitere Hotels zur Verfügung gestellt werden?

4. Ab welcher Anzahl Hotels bzw. Betten betrachtet die Stadtverwaltung Leipzig als ausreichend versorgt?

5. Eine durchschnittliche ortstypische Bebauung der letzten Jahre zugrundgelegt – welchen Anzahl Wohnungen könnte statt den in der Innenstadt geplanten oder bereits im Bau befindlichen Hotels entstehen?

6. Zieht die Stadt Leipzig aus der aktuellen touristischen Lage in Städten wie Barcelona oder Venedig Konsequenzen für das Verwaltungshandeln?

Link ins AllRIS:
Anfrage VI-F-08039
Antwort der Stadtverwaltung

Ute Elisabeth 'Lily' Gabelmann ist seit 2009 Piratin, alleinerziehende Mutter eines Zirkuskaters, überzeugte LVB-Nutzerin, bruncht gern im 100Wasser und zieht die Adoption der Ozelot-Familie im Zoo in Erwägung. Sie liebt Blek Le Rats “Madonna mit Kind” an der KarLi und kennt die tollste Autorin sowie die beste Eisdiele der Stadt. Sie ist Ratsherrin in einer der schönsten Städte Deutschlands, arbeitet mit einem Team cooler Leute zusammen und war auch mal politische Geschäftsführerin der Bundespartei.

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