Hi,

19935403500_2f5ab051a7_o by Emmanuelle

ich bin Lily und spiele seit 2015 die Hauptrolle der Piratin in der Seifenoper „Lily im Dienst – mehr Sex in die Politik“.
Hier findest Du nicht nur alles über mich, sondern auch einen kommentierten Episodenführer, Hintergrundinfos zu all Deinen Lieblingsdarstellern sowie alle Drehtermine.

Ich lebe und arbeite vorwiegend nach den drei Geboten (ja, drei reichen!):
1. Sei kein Arsch.
2. Genieße dein Leben, du hast nur eins.
3. Bring Kuchen mit. (Kann auch Nutella sein.)


Wissenswertes über mich:
Ich bin alleinerziehende Mutter eines Zirkuskaters, überzeugte LVB-Nutzerin, brunche gern im 100Wasser und ziehe die Adoption der Ozelot-Familie im Zoo in Erwägung. Ich liebe Blek Le Rats „Madonna mit Kind“ an der KarLi und habe in meiner ersten Stadtratswoche auch endlich die beste Eisdiele der Stadt verraten.

Ansonsten habe ich im Wahlkampf 2014 schon einige Fragen beantwortet. Die gibt es hier als Übersicht:

Politisches Motto oder Leitsatz

Mehr Sex in die Politik! (Das heißt für mich, daß ich glaube, daß Politik neben allem Ernst auch Spaß macht – und genau das möchte ich vermitteln.)

Warum bist du gern in der Politik?

Weil ich zeigen will, daß Politik keine staubtrockene Materie ist, sondern etwas, bei dem man Spaß haben kann. Viele äußern als Berufswunsch das klassische „was mit Menschen“ oder „was mit Medien“. Auf Politik trifft das nicht nur komplett zu, sondern es gibt als Bonus noch „was mit Visionen“, „was mit Mitdenken“, „was mit Zukunft“ und „was mit gesundem Menschenverstand“. Twelve Points!

Was hat dich zur Politik gebracht?

Das waren ganz klar die Überwachungsthemen: Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren, Volkszählung etc. Das Gefühl, im persönlichen Bereich unfrei zu sein, daß jemand deine E-Mails liest, daß sich jemand dafür interessiert, welche Seiten du ansurfst und warum du das tust, daß Telefongespräche abgehört werden dürfen, daß der Staat Viren auf meinem PC installieren darf – das ist für mich immer noch so unaussprechlich absurd, daß ich einfach etwas tun mußte.
Ich bin schon von Haus aus ein politischer Mensch, aber die Vorratsdatenspeicherung war die Initialzündung.

Was hast du bisher schon innerparteilich/gesellschaftlich/sozial getan?

Ich bin seit etwa 2007 im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, dort u.a. zuständig für Presse, inzwischen einer der offiziellen Ansprechpartner und vertrete den AK Vorrat z.B. auch in Bundesministerien, falls notwendig.

2009 habe ich bei den Piraten als erste Frau für den Vorsitz im Landesverband Sachsen kandidiert.

Bevor es in Leipzig einen festen Kreisverband gab, habe ich zusammen mit unserem ehemaligen Kreisvorsitzenden, Andreas Romeyke, hier die Piratenarbeit koordiniert sowie die Gründung des Kreisverbandes begleitet und vorbereitet.

Seitdem widme ich mich in den Bundesarbeitsgemeinschaften der Piraten meinen Schwerpunktthemen, helfe weiterhin bei Pressearbeit, bei der innerparteilichen Bildung (das heißt, ich gebe Seminare zu verschiedenen Kommunikationsthemen), stehe als Interviewpartnerin bereit etc.

Nicht-politisch war ich schon Pflegestelle fürs Leipziger Tierheim und habe mich am Versuch beteiligt, die Fassade des alten jüdischen Brühl-Kaufhauses zu retten.

Warum hast du dich in den Stadtrat wählen lassen?

Schlicht und einfach: weil ich Leipzig liebe. Mit einem Sitz im Stadtrat habe ich die Möglichkeit, die Geschicke der Stadt so mitzugestalten, daß sie weiterhin lebenswert bleibt, daß Gutes bewahrt und Schlechtes minimiert wird, daß die Menschen hier gerne wohnen und die Gäste uns hier gerne besuchen.

Ich denke, die Stadt kann ein paar Stadträte gebrauchen, die Leipzig von Herzen lieben und seine Besonderheiten schätzen.

Bei welchem Thema in Leipzig siehst du den größten Handlungsbedarf?

Definitiv bei der Stadtentwicklung — und das ganz grundsätzlich. Leipzig muß sich mal entscheiden, ob es eine gemütliche Großstadt bleiben oder eine Hypezig-Millionenmetropole sein will. Beides zusammen geht nicht. Sicher ist: Wenn wir wachsen, wird viel vom dem Charme verlorengehen, der jetzt die Menschen erst herlockt. Und das Problem der Arbeitsplätze, der bezahlbaren Wohnungen etc. wird sich verschärfen. Nur mit einer grundsätzlichen Positionierung, wo man überhaupt hinwill, kann man da auch überhaupt erst Konzepte entwickeln.

Welche Schwerpunkte hast du für deinen eigenen Wahlkreis?

Mein Wahlkreis umfaßt viele von den Ecken Leipzigs, die gerade Besucher als erstes wahrnehmen und die das Gesicht unserer Stadt prägen.

Da gibt es viel anzupacken: der Umgang mit dem Leuschnerplatz allgemein und mit dem geplanten Einheitsdenkmal im Besonderen; das Versagen der Stadt in Bezug auf das den Leipzigern sehr am Herzen liegende Stadtbad, der unglückliche Umbau der KarLi – man ahnt, daß da in den nächsten Jahren noch einiges dazukommen wird. Das werde ich angehen.

Was sollte erreicht sein, damit du am Ende deiner Amtszeit von einem Erfolg sprechen kannst?

Ich möchte die Frage beantwortet sehen: Was will Leipzig? Wo sieht es sich? Und das nicht als statistische Berechnung, der man hilflos gegenüber steht, sondern als Vision, was wir von unserer Stadt erwarten.

Für meine Partei würde ich gern durch meine Arbeit erreichen, daß auf kommunaler Ebene die Piraten in den Wahrnehmungsbereich der Wähler und der Medien rutschen.

Ganz persönlich möchte ich alles versuchen, das Stadtbad in öffentlicher Hand zu belassen.